Jens Weismantel

Jens Weismantel erhielt im Alter von vier Jahren seinen ersten Klavierunterricht und spielte als Posaunist im Musikverein seines Heimatortes Jossgrund-Oberndorf. Seit 1999 leitet er dieses Orchester und übernahm von 2003 bis 2024 zusätzlich die Leitung des Jugendorchesters Meerholz-Hailer. 2007 wurde er vom Arbeitskreis Hessischer Musikverbände mit der Gründung des Landesjugendblasorchesters Hessen beauftragt, dessen künstlerischer Leiter er bis heute ist. Im selben Jahr initiierte er die Bläserphilharmonie Rhein-Main, die er ebenfalls musikalisch leitet.

Seine dirigentische Ausbildung absolvierte er bei Jochen Wehner am Rundfunkblasorchester Leipzig (heute Bläserphilharmonie Sachsen) und vertiefte seine Kenntnisse in Meisterkursen bei Jan Cober, Thomas Doss und Walther Ratzek. Während seines Schulmusikstudiums studierte er Chorleitung bei Prof. Wolfgang Schäfer und Orchesterleitung bei Prof. Andreas Weiß. Er arbeitete mit namhaften Komponisten der Blasorchesterszene wie Johan de Meij, Otto M. Schwarz, Thiemo Kraas, Oscar Navarro, Bart Piquer und Jan van der Roost zusammen. Eine besondere Freundschaft entstand durch die zahlreichen Projekte mit dem in Bruchköbel lebenden Komponisten Rolf Rudin.

Seit 2009 unterrichtet er Musik und Geografie an der Karl-Rehbein-Schule in Hanau in war in dieser Funktion an der Produktion mehrerer Musiktheaterproduktionen und interdisziplinären Projekten mitverantwortlich. Zudem war er als Lehrbeauftragter für Gehörbildung und Orchesterleitung in der Schulmusikerausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt tätig. Für sein kulturelles Engagement erhielt er 2013 den Kulturpreis des Main-Kinzig-Kreises.

2023 bis 2025 absolvierte er den Master-Studiengang Dirigieren Blasorchester an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim bei Prof. Hermann Pallhuber und schloss ihn mit Bestnote ab.